Post-it

Ausgangspunkt für ein künstlerisch-gestalterisches Arbeitsvorhaben war der klassische gelbe Post-it-Block im Format 7x7 cm. Die Schüler*innen arbeiteten mit einem Gegenstand, der ihnen aus ihrem Alltag in einer bestimmten Funktion – nämlich als Haftnotiz – vertraut war und entwickelten Ideen, wie mit dessen Format, Farbe, Funktion oder Material gespielt werden könnte. Das Post-it wurde mal als modularer Baustein für eine Installation verwendet, mal als Werkstoff en bloc bearbeitet, dann als Daumenkino eingesetzt oder es wurde mit der Flüchtigkeit des Blocks gespielt, indem sein Verschwinden beim Gebrauch thematisiert oder nach Möglichkeiten gesucht wurde, wie das Publikum aktiv in die Gestaltung der Arbeit einbezogen werden könnte.

Zum Nachbauen der Bienenwabe (2. v.l.) gab es eine DiY-Anleitung, eine andere Arbeit (2. v.r.) war zum Anfassen gedacht, weshalb sie auf Türklinkenhöhe angebracht war. Wieder eine andere Arbeit (1. v.l.) was als temporäre Installation angelegt. Diese wurde in einem Lift, der üblicherweise nur für Lehrpersonen zugänglich ist angebracht, um diesen engen Raum zwischenzeitlich atmosphärisch anders aufzuladen. Die Arbeit war fragil und von limitierter Dauer – zum Ärger einiger Lehrkräfte, aber auch des Putzpersonals. Die Rückmeldungen durch die Nutzer*innen des Lifts waren zwar in der Arbeit mit angelegt – die Kontroverse, welche die Arbeit auslöste (Ist das jetzt Kunst? Soll das entfernt werden? Das hält ja nicht mal...) war jedoch überraschend.

Eine weitere Arbeit (1. v.r.) spielte mit einer kollektiven Kindheitserinnerung der Generation von Schüler*innen, die zum Zeitpunkt ihrer Entstehung die Kantonsschule Olten besuchte: Der Pokémon-Figur Pikachu.

Die Arbeiten sind 2014 in Kollaboration mit einer dritten Fachmittelschulklasse entstanden. Autor*innen der dokumentierten Arbeiten sind: Rahel K. und Eliane S.; Joëlle H.und Julian W.; Judith R.; Yanick O.und Sandro Z.